Technische Analyse

Was ist Relative Strength Index (RSI)?

Der Relative Strength Index (RSI) ist ein Momentum-Oszillator, der die Geschwindigkeit und Stärke von Kursbewegungen misst.

Definition

Der Relative Strength Index (RSI) ist ein Momentum-Oszillator, der die Geschwindigkeit und Stärke von Kursbewegungen misst. Er bewegt sich auf einer Skala von 0 bis 100.

Der RSI wurde 1978 von J. Welles Wilder entwickelt und gehört zu den meistverwendeten technischen Indikatoren.

RSI = 100 − (100 ÷ (1 + RS)), wobei RS = Durchschnittlicher Gewinn ÷ Durchschnittlicher Verlust

Interpretation & Bedeutung

RSI über 70 gilt als überkauft (mögliche Korrektur), unter 30 als überverkauft (mögliche Erholung). Die Standardperiode beträgt 14 Tage.

📊 Rechenbeispiel

Beispiel (14-Tage-RSI):
Durchschnittlicher Gewinn der letzten 14 Tage: 1,2%
Durchschnittlicher Verlust: 0,8%
RS = 1,2 ÷ 0,8 = 1,5
RSI = 100 − (100 ÷ (1 + 1,5)) = 100 − 40 = 60

RSI von 60: Leicht bullisches Momentum, aber noch nicht überkauft.

✅ Was ist ein gutes RSI?

• RSI 0–30: Überverkauft — möglicher Einstiegspunkt (Erholungspotenzial) • RSI 30–50: Bearischer Bereich, aber nicht extrem • RSI 50–70: Neutraler bis bullischer Bereich • RSI 70–100: Überkauft — Vorsicht vor möglicher Korrektur • RSI-Divergenz: Wenn Kurs steigt aber RSI fällt → Warnsignal

„Die technische Analyse ist die Untersuchung von Marktbewegungen, in erster Linie durch Charts, um zukünftige Preistrends vorherzusagen.“ John J. Murphy, Technical Analysis of the Financial Markets

Quellen & Literatur

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Hinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.