Fundamentalanalyse

Was ist Quick Ratio (Liquidität 2. Grades)?

Der Quick Ratio, auch Liquidität 2.

Definition

Der Quick Ratio, auch Liquidität 2. Grades genannt, ist ein Finanzkennzahl, die die kurzfristige Liquidität einer Unternehmung berechnet. Er wird durch die Division der liquiden Aktiva durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten ermittelt. Dieser Wert gibt an, ob die Unternehmung kurzfristig genug liquide Mittel besitzt, um ihre kurzfristigen Verpflichtungen zu erfüllen.

Quick Ratio = ( liquide Aktiva - Vorräte + Forderungen aus laufender Geschäftstätigkeit ) / kurzfristige Verbindlichkeiten

Interpretation & Bedeutung

Ein hoher Quick Ratio-Wert signalisiert eine hohe Liquidität und eine gute Fähigkeit, kurzfristige Verpflichtungen zu erfüllen. Ein Wert unter 1 deutet auf eine mögliche Liquiditätsproblematik hin. Nach der BaFin sollte der Quick Ratio-Wert mindestens 0,5 betragen, um eine ausreichende Liquidität sicherzustellen. Laut Deutschem Aktieninstitut lag der durchschnittliche Quick Ratio-Wert des DAX bei 0,73 im Jahr 2020.

📊 Rechenbeispiel

Ein Unternehmen hat 100.000 € liquide Aktiva, 50.000 € Vorräte und 20.000 € Forderungen aus laufender Geschäftstätigkeit. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen 80.000 €. Der Quick Ratio-Wert wäre dann (100.000 - 50.000 + 20.000) / 80.000 = 0,9.

✅ Was ist ein gutes Quick Ratio?

Ein guter Quick Ratio-Wert liegt typischerweise zwischen 0,5 und 1,5. Ein Wert über 1,5 deutet auf eine übermäßige Liquidität hin, was möglicherweise auf ein ineffizientes Management oder zu große Vorräte zurückzuführen ist. Ein Wert unter 0,5 signalisiert eine mögliche Liquiditätsproblematik.

⚠️ Häufige Fehler vermeiden

Häufige Fehler bei der Interpretation des Quick Ratio-Werts sind die Nichtberücksichtigung von Vorräten oder Forderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, sowie die Vergleiche mit anderen Unternehmen oder Branchen ohne Berücksichtigung der jeweiligen Branchenmerkmale.

„Der intelligente Investor ist ein Realist, der an Optimisten verkauft und von Pessimisten kauft.“ Benjamin Graham, The Intelligent Investor (1949)

Quellen & Literatur

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Hinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.