Definition
Die Eigenkapitalrendite (ROE) ist ein wichtiger Leistungskennzahl, der die Rentabilität eines Unternehmens gemessen an seinem Eigenkapital ausdrückt. Sie zeigt, wie viel Gewinn ein Unternehmen mit seinem eigenen Kapital erzielt. Die ROE wird als Quotient aus Nettoresultat und Eigenkapital berechnet.
Interpretation & Bedeutung
Ein hoher ROE-Wert deutet auf eine effiziente Kapitalauslastung und eine starke Rentabilität des Unternehmens hin. Ein Wert von über 15% ist bei vielen Unternehmen als gut anzusehen (Quelle: Investopedia). Ein Wert unter 5% kann jedoch auf Probleme mit der Kapitalauslastung oder der Rentabilität hinweisen. Die Deutsche Bundesbank empfiehlt, die ROE im Rahmen der Eigenkapitalrentabilität zu betrachten, wobei ein Wert von 10% als Mindestanforderung gilt (Quelle: Deutsche Bundesbank, Eigenkapitalrentabilität in der Kreditwirtschaft).
📊 Rechenbeispiel
Ein Unternehmen hat ein Nettoresultat von 100.000 € und ein Eigenkapital von 500.000 €. Die ROE beträgt also 100.000 € ÷ 500.000 € = 20%.
✅ Was ist ein gutes Eigenkapitalrendite?
Ein guter Wert für die ROE liegt typischerweise zwischen 10% und 20% (Quelle: Investopedia). Ein Wert unter 5% kann jedoch auf Probleme mit der Kapitalauslastung oder der Rentabilität hinweisen.
⚠️ Häufige Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler bei der Interpretation der ROE ist die Betrachtung ohne Berücksichtigung der Branche und der Wirtschaftslage. Zudem ist es wichtig, die ROE im Kontext der Eigenkapitalrentabilität zu betrachten, um eine realistische Bewertung zu erhalten.
„Der intelligente Investor ist ein Realist, der an Optimisten verkauft und von Pessimisten kauft.“ Benjamin Graham, The Intelligent Investor (1949)
Quellen & Literatur
- Investopedia — Eigenkapitalrendite (ROE)
- Deutsche Bundesbank — Eigenkapitalrentabilität in der Kreditwirtschaft
- BaFin — Eigenkapital und Eigenkapitalrentabilität