Definition
Eine Stop-Loss-Order ist ein Befehl, der einen Verkäufer auffordert, eine Aktie bei einem bestimmten Preis zu verkaufen, um Verluste zu begrenzen. Sie dient dazu, den Verlust eines investierten Barmetals zu minimieren, wenn der Aktienkurs gefallen ist.
Interpretation & Bedeutung
Eine Stop-Loss-Order ist ein wichtiger Bestandteil einer risikomanagerischen Strategie. Sie hilft dabei, Verluste zu begrenzen, wenn ein investiertes Unternehmen in Schwierigkeiten gerät oder der Aktienmarkt als Ganzes nachlässt. Es ist jedoch wichtig, den richtigen Stop-Loss-Bestimmungspreis zu wählen, um nicht unnötige Verkäufe auszulösen.
📊 Rechenbeispiel
Ein Investor kauft 100 Aktien von SAP für 120 €. Er setzt eine Stop-Loss-Order auf 100 €, um Verluste zu begrenzen. Wenn der Aktienkurs auf 90 € sinkt, wird der Investor automatisch aufgefordert, die Aktien zu verkaufen.
✅ Was ist ein gutes Stop-Loss?
Ein guter Wert für den Stop-Loss-Bestimmungspreis hängt von den spezifischen Anlagezielen und der Risikotoleranz des Investors ab. Als Faustregel gilt: Der Stop-Loss-Bestimmungspreis sollte etwa 5-10% unter dem Einstandspreis liegen. Laut der Deutschen Bundesbank sollten Investoren einen Stop-Loss-Bestimmungspreis von etwa 10-20% unter dem Einstandspreis wählen.
⚠️ Häufige Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler bei der Verwendung von Stop-Loss-Orders besteht darin, den Bestimmungspreis zu niedrig zu wählen, sodass unnötige Verkäufe ausgelöst werden. Ein weiterer Fehler ist, dass Investoren ihre Stop-Loss-Orders nicht regelmäßig überprüfen und anpassen.
„Risiko entsteht, wenn man nicht weiß, was man tut.“ Warren Buffett
Quellen & Literatur
- Deutsche Bundesbank — Risikomanagement bei Anlageentscheidungen
- Investopedia — Stop-Loss-Order
- Benjamin Graham — The Intelligent Investor
- Warren Buffett — Berkshire Hathaway Shareholder Letter 1996