Fundamentalanalyse

Was ist Free Cashflow (FCF)?

Free Cashflow (FCF) ist die Summe aus dem operativen Cashflow und den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Definition

Free Cashflow (FCF) ist die Summe aus dem operativen Cashflow und den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Er gibt an, wie viel Geld ein Unternehmen nach Abzug der Investitionen in neue Anlagen und Vermögenswerte tatsächlich frei hat, um andere Aktivitäten wie Rückzahlung von Schulden oder Dividenden zu finanzieren.

FCF = Operativer Cashflow - Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Interpretation & Bedeutung

Ein positives Free Cashflow ist ein gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens. Es zeigt, dass das Unternehmen genug Geld hat, um seine Schulden zurückzuzahlen, Dividenden zu zahlen und neue Anlagen zu investieren. Ein negativer Free Cashflow kann ein Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten sein. Der FCF ist besonders relevant für Investoren, die nach einer langfristigen finanziellen Stabilität suchen.

📊 Rechenbeispiel

Ein Unternehmen wie Siemens erzielte im Jahr 2020 einen operativen Cashflow von 10 Mrd. € und investierte 2 Mrd. € in neue Anlagen und Vermögenswerte. Der Free Cashflow wäre also 10 Mrd. € - 2 Mrd. € = 8 Mrd. €.

✅ Was ist ein gutes Free Cashflow?

Ein guter Wert für den Free Cashflow ist abhängig von der Branche und der Größe des Unternehmens. Als allgemeine Faustregel kann man sagen, dass ein Free Cashflow von mindestens 10% bis 20% des Gesamtumsatzes als gut gilt. Für ein Unternehmen wie SAP mit einem Umsatz von 25 Mrd. € wäre ein Free Cashflow von mindestens 2,5 Mrd. € bis 5 Mrd. € ein guter Wert.

⚠️ Häufige Fehler vermeiden

Ein häufiger Fehler bei der Interpretation des Free Cashflows ist, ihn alleine zu betrachten, ohne auf die Bruttoverschuldung und die Finanzierungszusammenhänge zu achten. Ein weiteres Fehlverständnis ist, den Free Cashflow als einen garantierten Dividenden-Anteil zu sehen, da er nicht zwangsläufig Dividenden ergeben muss.

„Der intelligente Investor ist ein Realist, der an Optimisten verkauft und von Pessimisten kauft.“ Benjamin Graham, The Intelligent Investor (1949)

Quellen & Literatur

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Hinweis: Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.