Definition
Der Operating Margin (Operative Marge) ist ein Kennzahl, die die Gewinnspanne eines Unternehmens berechnet und zeigt, wie viel des verkauften Umsatzes als Gewinn bleibt. Er wird berechnet, indem man den Betriebserlös durch den Umsatz dividiert.
Interpretation & Bedeutung
Ein hoher Operating Margin weist darauf hin, dass das Unternehmen effizient ist und einen hohen Anteil seines Umsatzes als Gewinn erwirtschaftet. Ein niedriger Operating Margin kann auf ineffiziente Betriebsabläufe oder hohe Kosten hinweisen. Nach einer Studie des Deutschen Aktieninstituts beträgt der durchschnittliche Operating Margin der DAX-Unternehmen seit 1988 etwa 12,5%. Ein Unternehmen mit einem Operating Margin von über 15% gilt als effizient.
📊 Rechenbeispiel
Ein Unternehmen hat einen Umsatz von 100 Mio. Euro und einen Betriebserlös von 12 Mio. Euro. Der Operating Margin wäre also (12 ÷ 100) x 100% = 12%.
✅ Was ist ein gutes Operating Margin?
Ein guter Operating Margin liegt zwischen 10% und 20%. Ein Wert unter 5% gilt als schlecht. Laut der BaFin sollte ein Unternehmen einen Operating Margin von mindestens 8% erreichen, um als nachhaltig zu gelten.
⚠️ Häufige Fehler vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, den Operating Margin ohne Berücksichtigung der Branche oder der Wirtschaftslage zu vergleichen. Es ist auch wichtig, den Operating Margin im Vergleich zum EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) zu betrachten, da letzterer die Berechnung des Operating Margins um interne Finanzierungskosten wie Zinsen und Abschreibungen berücksichtigt.
„Der intelligente Investor ist ein Realist, der an Optimisten verkauft und von Pessimisten kauft.“ Benjamin Graham, The Intelligent Investor (1949)
Quellen & Literatur
- Deutsches Aktieninstitut — DAX-Unternehmen: Gewinnspannen im Vergleich
- BaFin — Empfehlungen für die Finanzberichterstattung
- Investopedia — Operating Margin